taz🐾lage: taz-Spezialoperation erfolgreich!
Manchmal muss es ganz schnell gehen. Nicht nur bei den Nachrichten, sondern auch bei denen, die sie recherchieren, verfassen und produzieren. Am späten Donnerstagabend erreicht mich eine Nachricht aus dem Gazastreifen, von unserem Reporter Hisham Al-Masri: Sein Vater hat einen Riss im Darm erlitten, muss dringend operiert werden. Bei einer Darmperforation dringen Bakterien in den Bauchraum ein, können eine Sepsis oder Bauchfellentzündung auslösen, die Folgen sind lebensbedrohlich. Doch es fehlt ihm an Geld, etwa 2.000 US-Dollar.
Am Freitagmittag ist der Link auf der Plattform GoFundMe aufgesetzt, sind die KollegInnen über eine E-Mail im internen taz-Verteiler informiert. Ein befreundeter Kollege der Neuen Zürcher Zeitung, die ebenfalls mit Hisham zusammenarbeitet, teilt den Aufruf in seinem Zirkel.
Etwa 24 Stunden später ist das Geld beisammen. Am Samstagnachmittag wird Hishams Vater in einem Spital in Zentralgaza erfolgreich operiert.
Am Sonntag bekommt Hisham eine Nachricht: „Evakuierungsaufforderung für zwei Orte in Zentralgaza“. Also raus aus dem Gebäude, in dem er und seine Familie untergekommen sind, mit dem frisch operierten Vater. „Ich hatte so Angst wegen der Nähte“, erzählt er in einer Sprachnachricht. Nach etwa einer Stunde hätten sie wieder zurückkehren können, erzählt Hisham. Die Nähte haben gehalten, seinem Vater gehe es gut.
Obwohl das Spendenziel bereits erreicht ist, kommt noch immer Geld rein. Hisham und sein Vater können es für die Nachsorge gut gebrauchen. 69 Menschen haben bislang gespendet. Tausend Dank. (lks)
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