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taz🐾lageVon Walen, Wölfen und Osterhasen

Der Buckelwal sitzt wieder fest. Wir müssen das hier in dieser kleinen Rubrik vermelden, denn, liebe Le­se­r*in­nen und Tierfreund*innen, eigentlich haben wir für Tierboulevard keinen Platz.

Wenn, dann verhandeln wir entlang von Tierfragen unser Verhältnis zu Waffen (der Wolf) oder zu transnationaler Politik (kennen Sie schon den migrierenden Riesenotter?) oder zum Fleischkonsum (das Mastschwein). Aber Sie sollen ja auch den politischen Preis für das E-Paper Ihres Vertrauens zahlen, da kann man das wohl erwarten.

Insofern ist dies eine etwas ungewöhnliche Woche, die wir in der Montagsausgabe mit dem Buckelwal Timmy sogar auf dem Titel starteten. Da freuten wir uns über „Wal was anderes“ im Vergleich zu der üblichen Dosis Krieg und Katastrophe, die uns sonst beschäftigt. Und es ist ja auch ein Drama mit Timmy – der Wal schwimmt sich frei und dann wieder fest: Stand Dienstagnachmittag vor der Insel Poel. Er war wohl falsch rechts abgebogen, wie Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) den Agenturen sagte.

Die SZ zog Vergleiche zu Verdis „La Traviata“, wo eine Prostituierte „vom Weg abkommt“, wie es in dem Artikel heißt, und, nun ja, stirbt. Für Timmy hoffen wir natürlich das Beste.

Trotz Wal-Titel am Montag und dem Porträt des bedrohten Riesenotters am Dienstag haben uns noch keine Le­se­r*in­nen­brief­be­schwer­den erreicht. Das ermutigt uns, Ihnen in der heutigen Ausgabe mit dem bissigen Hamburger Wolf zu kommen. Bei dem Affen auf dem Titel geht es natürlich um ein ganz anderes, hochpolitisches, Thema. Zum Osterhasen planen wir übrigens nichts. (akl)

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