taz🐾lage: taz Talk über Freie Radios
Freie Radios fungieren als künstlerische, musikalische und experimentelle Freiräume. Durch ihre niedrigschwelligen Strukturen bieten sie zudem die Grundlage für journalistische Berichterstattung außerhalb etablierter Medien und eröffnen neue Formen der Medienproduktion und -rezeption. Gleichzeitig sind ihre Ausspielwege begrenzt. Die Freien Radios in Berlin-Brandenburg senden seit dem 1. Januar nicht mehr über UKW. Diese Entscheidung traf die Medienanstalt Berlin-Brandenburg Anfang Mai 2025. Die Frequenzen wurden neu ausgeschrieben und an private Musiksender vergeben.
Die Freien Radios fordern von Medienpolitik und Medienregulierung in Berlin und Brandenburg Chancengleichheit beim Zugang zur analogen Ultrakurzwelle. Gerade deshalb, weil sie als kollektive Projekte zu zivilgesellschaftlichem Engagement und gesellschaftlicher Teilhabe beitragen.
Wie können sich Künstler:innen über Freie Radios artikulieren? Warum ist die journalistische Dimension so wichtig? Welche Rolle spielen unterschiedliche Kontexte? Darüber diskutieren am 12. Februar um 19 Uhr Laura Caprino (Host bei Refuge Worldwide), Ayosha Kortlang (Projektkoordinator bei THF Radio), Marianne Ballé Moudoumbou (Vorstandsmitglied Freies Radio Potsdam) und Nathalie Singer (Professorin für Experimentelles Radio an der Bauhaus-Universität Weimar). Der taz Talk ist Teil des Formats lost & found der taz Panter Stiftung, das sich regelmäßig mit Fragen rund um Subkultur und Musikjournalismus beschäftigt. Dazu gibt es Musik von Jesse G (Hard Wax) und Louis Largo (THF Radio). Anmeldung unter: pretix.eu/panter/Radio Moritz Martin
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