taz🐾lage:
Hoffen auf Durchblick
Hier hätte zum Einstieg ein mäßig guter Witz über Durchblick im Journalismus stehen können. Aber man muss ja nicht jeden Witz machen, der sich als erstes anbietet – nur weil es um (dreckige) Fenster geht. Im taz-Haus ist nämlich ein merkwürdiges Phänomen zu beobachten: Überall schlierenfreie glasklare Fensterscheiben; nur eine Fensterreihe etwa in der Mitte der Straßenfront ist immer so verdreckt, dass die Sonne, wenn sie denn scheint, kaum Chancen hat, sich so in den Bildschirmen zu spiegeln, dass die Redakteur*innen die Rollos herunterziehen müssen, um darauf etwas lesen zu können – und zwar in jedem Stockwerk, von der 6. Etage bis ins Erdgeschoss.
Die Gründe dafür haben wir in den vergangenen Wochen intensiv investigativ recherchiert, unter anderem mit Inaugenscheinnahme bei strömendem Regen und Zeugenbefragungen in Person unseres taz-Hausmeisters. Das Ergebnis ist leider recht profan: Der Überlauf vom Dach tropft – und zwar, nicht ganz profan: auch, wenn es nicht regnet und tagelang die Sonne scheint. Deshalb kommt am kommenden Montag endlich die Firma, die das Dach der taz gebaut hat und auch für die Dachbegrünung und die Pflege von letzterer zuständig ist. Unser Hausmeister und ich, wir drücken die Daumen, dass der Überlauf dann repariert wird. Und wir endlich wieder vollen Durchblick haben. (Jetzt hat es der Witz am Ende doch noch in den Text geschafft.) (jot)
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