taz🐾lage:
Riesiges Taz-Interesse in Nürnberg
Auch in diesen schweren Zeiten tauchen aus dem düsteren Nachrichtenrauschen manchmal noch echte Perlen auf, die unser Herz erfreuen. Gerade wenn man sie am dringendsten braucht.
Als treues Mitglied der linken Bubble hatten wir uns gerade noch über das geschmack-, skrupel- und sockenlose Interview von Markus Söder mit dem rechten Hetzportal Nius echauffiert und bang auf sein erstes Interview mit dem nun doch nicht verbotenen, rechtsextremen Compact-Magazin gewartet, da kommen ganz andere, erfreuliche Meldungen aus Söders Heimatstadt: „Nürnberg denkt über Taz nach“, meldet Bild online und lügt ausnahmsweise nicht.
Die Sensation verbreitet sich sofort wie ein Lauffeuer über alle Kanäle. Und weil sie tazsächlich zutrifft, kommen auch die seriösen Medien an der Neuigkeit aus Franken nicht mehr vorbei: „Nürnberg beschäftigt sich mit Taz“, berichtet die gewöhnlich gut informierte Onlineplattform fussballtransfers.com.
Auch in den sozialen Medien dreht sich nun alles um das urplötzliche Taz-Interesse in Nürnberg. „Zeit wird’s“, kommentiert Kulturexperte Ingo Arend auf Facebook. Aber wie immer muss die erste Freude gedämpft werden: Noch ist nicht sicher, ob der beste Drittliga-Scorer der Saison, Berkan Taz vom SC Verl, wirklich zum 1. FC Nürnberg wechselt. Damit es klappt, fordert Ex-tazler David Denk eine „neue Taz-zahl-ich-Kampagne“. (lkw)
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