: regierungswechsel
Der Zeitplan
Donnerstag will die SPD im Abgeordnetenhaus einen Misstrauensantrag gegen Eberhard Diepgen (CDU) einbringen. Die Parlamentarier sollen dann am Samstag abstimmen. Zur Abwahl Diepgens reicht eine einfache Mehrheit. Mit den Stimmen von SPD, PDS und Grünen soll dann ein rot-grüner Minderheitssenat unter der Führung von Klaus Wowereit (SPD) gewählt werden. Während die SPD-Senatoren Klaus Böger (Schule), Peter Strieder (Stadtentwicklung) und Gabriele Schöttle (Arbeit und Soziales) weiter amtieren wollen, fordern die Grünen drei Senatorenposten. Fraktionschef Wolfgang Wieland hält die Ressorts Justiz und Inneres für seine Partei für realistisch und schließt nicht aus, selbst Senator zu werden. Der Übergangssenat, den die PDS tolerieren will, soll bis zu Neuwahlen regieren. Dazu muss sich das Parlament mit einer Zweidrittelmehrheit selbst auflösen. Die CDU will diesem Schritt frühestens im September zustimmen.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen