produkttest: Bloß das Bürstennicht vergessen
Was ist klein, borstig und hat die Form eines Champignons? Das fragte ich mich Mitte Dezember beim Befühlen eines Säckchens des Adventskalenders, den meine Freundin mir aufgehängt hatte. Die Antwort: eine Pilzbürste (von Flying Tiger Copenhagen). Ihre mittelharten Borsten sollen kleine Erdreste perfekt abbürsten, ohne dabei die „eukariotischen Lebewesen“ (Pilze sind übrigens näher mit Tieren verwandt als mit Pflanzen!) zu beschädigen. Denn mit Wasser waschen soll man Pilze nicht, das macht sie glitschig.
Tatsächlich funktioniert das Bürsten fabelhaft, also wenn ich mir mal Pilze kaufe. Und wenn die dann noch ein bisschen erdig sind. Und wenn ich mich dann noch an die kleine süße Bürste in der Schublade erinnere. Dass ich nämlich erst jetzt, im März, über die Bürste schreibe, mag daran liegen, dass sie wirklich die meiste Zeit in der Schublade verbringt. Vom Kauf abraten kann ich aber auch nicht. Denn sollte mensch doch nicht so viele Pilze abzubürsten haben wie erwartet, eignet sie sich bestimmt auch fabelhaft zum Schuheputzen – da klebt ja auch mal Erde dran. Anselm Denfeld
Unser Mittel gegen Antifeminismus
Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen