produkttest: Matcha zubereiten ist eine Andacht
Fotos: aiya
Wer es noch nicht wusste: Matcha ist kein Modegetränk, Matcha ist Philosophie. Entschleunigung und Kontemplation verwandeln sich beim Matchatrinken in Genuss. Vorausgesetzt, man führt sich echten, grünen Matcha zu und keine bräunliche B-Ware, wie sie modebedingt nun manchen Kaltgetränken oder Eiscreme beigemischt wird. Mehr als eine Farbnuance ins Schmuddelige und einen erdigen Hauch Bitterkeit hinterlässt das oft nicht.
Matcha ist Grüntee, bei dem die zu Staub zermahlenen Blätter mitgetrunken werden. Da versteht es sich, dass beste Qualität ein Vorteil ist. Das Pulver ist so fein, dass das Anrühren mehr als Andacht denn als Zubereitung daherkommt.
Die japanische Firma Aiya (aiya-europe.com), die seit 130 Jahren Matcha herstellt, bietet nun für alle Matcha-Novizen und -Novizinnen ein schönes Einstiegsset an mit Bambuslöffel zum Abmessen und Bambusbesen zum Verrühren. In der Tat, als Einführung ist das toll; so lernt man, die Zubereitung zu zelebrieren. Ich behaupte: der Tee schmeckt besser dadurch. Verschenktauglich ist das Set auch – wobei der Preis, 44 Euro, happig ist. Waltraud Schwab
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen