podcast: Ein nettes Ankommen
Frisch geoutet? Die Hosts heißen alle Queers und Neulinge mit dem Podcast willkommen
Foto: Die Hosts von „Willkomen im Club“ Foto: Vera Johannsen/BR
Welcher Queercode versteckt sich hinter einem roten Bandana, wie homophob ist die Fußballszene, und welche historischen LGBTQI*-Ikonen kommen aus Bayern? Diese und weitere Fragen stellen sich die Hosts Sophia Sailer und Dimi Stratakis in ihrem Podcast „Willkommen im Club“, der jeden Mittwoch in der BR-Puls-Mediathek erscheint.
Mit viel Humor und in einem liebevollen Umgang miteinander erklären sie nicht nur die Belange und Kämpfe der LGBTQI*-Community, sondern erzählen auch von ihren eigenen Erfahrungen, die schmunzeln lassen.
Der Podcast heißt die Hörer*innen im wahrsten Sinne des Wortes willkommen und vermittelt das Gefühl, mit den eigenen Gefühlen nicht allein zu sein. Von Baby-Gay bis Seasoned Lesbian können hier alle noch etwas mitnehmen.
Das Besondere dabei: Die beiden Host sind bisexuell und geben so einer der am meisten übersehenen Gruppe der queeren Community mehr Sichtbarkeit und eine Stimme.
„Bei all der Aufklärungsarbeit zum Thema Queerness habe ich selbst vor allem eins mitgenommen: Man hat nie ausgelernt“, sagt Sophia Sailer in der Ankündigung des Podcasts. Um all den vielschichtigen und diversen Themen auf den Grund zu gehen, laden sich die beiden Hosts regelmäßig Gäst*innen ein.
Darunter waren schon das Popkulturphänomen Robin Solf, die politische Kabarettistin Teresa Reichl und die Journalistin Tia Morgen, die das Hörspiel „Nixe“ zum Thema Gewalt in lesbischen Beziehungen gemacht hat (auch da lohnt es sich, mal reinzuhören).
Erstaunlich ist, dass Sophia und Dimi die Zuhörer*innen bereits seit einigen Jahren in ihrem Club der Queers willkommen heißen und der Podcast nicht schon nach ein paar Staffeln wieder abgesetzt wurde – wie so viele queere Projekte. Also ein guter Grund, um einzusteigen in 213 Folgen voller Queerness. Selina Hellfritsch
„Willkommen im Club“, BR Puls
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