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Innensenator Grote: links und rechts nicht gleichsetzen
Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) hat nach dem Wahl-eklat in Thüringen vor einer Gleichsetzung von Rechts- und Linksextremismus gewarnt. „Es besteht kein Grund, den Linksextremismus zu verharmlosen“, sagte Grote in einem Interview der Welt am Sonntag (Regionalausgabe Hamburg). „Wer jedoch bei der Bedrohung von rechts im gleichen Atemzug nach links verweist, der relativiert die Gefahr von rechts.“ (dpa)
Menschenkette für „Omas gegen Rechts“
Mit einer Menschenkette um das Rathaus haben sich Hunderte Menschen gemeinsam mit der Organisation „Omas gegen Rechts“ für Toleranz und gegen Fremdenhass stark gemacht. Mehr als 1.000 Menschen waren der Polizei zufolge dem Aufruf gefolgt. Die bundesweit aktive Organisation wollte in der Hansestadt mit der Menschenkette eine Woche vor der Bürgerschaftswahl ein Zeichen gegen die rechtspopulistische AfD setzen. (dpa)
Lohsepark bekommt Dokumentationszentrum
An der Hamburger Gedenkstätte für die in Ghettos und Konzentrationslager deportierten Juden, Sinti und Roma hat der Bau eines Dokumentationszentrums begonnen. Eine Dauerausstellung soll ab 2023 an die mehr als 8.000 Menschen aus Hamburg und Norddeutschland erinnern, die zwischen 1940 und 45 von den Nationalsozialisten über den damaligen Hannoverschen Bahnhof in den Tod geschickt wurden. Kultursenator Carsten Brosda (SPD) und der Leiter der KZ-Gedenkstätte, Oliver von Wrochem, nahmen am Montag an dem symbolischen ersten Spatenstich teil. Vor knapp drei Jahren war im Lohsepark in der Hafencity ein Gedenkort eingeweiht worden. Er markiert die Stelle des nach dem Krieg abgerissenen Hannoverschen Bahnhofs, wo die verfolgten Menschen in die Züge steigen mussten. Nur wenige von ihnen überlebten den Holocaust. (dpa)
Tote Kaninchen gegen Tierversuche
Tierschützer haben am Montag gegen Tierversuche demonstriert. Bei ihrem Protest am Jungfernstieg zeigten sie rund 20 getötete Kaninchen, die nach Angaben der Veranstalter aus einer Massentierzucht für Versuchstiere stammten. Die meisten der rund 100 Demonstranten hatten sich als Versuchstier verkleidet. (dpa)
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen