meinungsstark:
Rassistische Stereotype
„Tingeltangel Jungle: Made in China“, taz vom 24. 8. 26
In dem Comic von Oliver Ottitsch wird „Made in China“ gezeichnet und sich darüber lustig gemacht, dass eine Made nach China umziehen will, weil sie dort populär ist und dann gut aufgehoben sein wird. Im Bild wird die Made mit Essstäbchen aufgehoben.
Diese Darstellung reproduziert rassistische stereotypische Vorurteile gegenüber den Essgewohnheiten in China und macht diese lächerlich, exotisiert und dämonisiert sie.
Damit macht man sich außerdem lustig über „Made in China“, wo Tausende Arbeiter*innen in China von globaler Wirtschaftspolitik ausgebeutet werden.
Fact check: In China wird Made nicht gegessen. Sporadisch wird in manchen Orten Seidenspinner und Phasocolosoma arcuatum gegessen, was für die meisten Chines*innen sehr ungewöhnlich und grenzüberschreitend ist. Ich bin aufgewühlt, schockiert und enttäuscht. Ich wünsche mir eine kritische Auseinandersetzung in der TAZ-Redaktion. Yao Lu, Freiburg
Mehr Differenzierung bitte!
„Polizei schießt auf Schüler in München“, taz vom 23. 8. 26
Softair-Waffen sind nach Waffengesetz sogenannte Anscheinswaffen und dürfen in der Öffentlichkeit nicht geführt werden. Es reicht ein geschlossener Behälter für den Transport. Diese Regelung macht Sinn, weil man aufgrund der Nichtunterscheidbarkeit von realen Waffen Situationen wie in dem Artikel geschildert verhindern will. Softairspieler halten sich peinlich genau daran, zumal die Waffen auch noch getarnt sind.
Hier sollte man prüfen, woher die Anscheinswaffe stammt und ob hier die Vertriebswege akzeptabel sind. Auch den Eltern würde ich die Frage stellen, wieso ihr Sohn mit einer Anscheinswaffe herumlaufen darf.
Man muss nicht das Waffengesetz kennen, um sich denken zu können, dass Anscheinswaffen bei Mitbürgern reale Ängste auslösen. Mehr Differenzierung hätte dem Artikel sicher gut getan. Nachtsonne auf taz.de
Fehlende Details im Artikel
„Polizei schießt auf Schüler in München“, taz vom 23. 8. 26
In waffenaffineren Ländern sind Waffenimitate eindeutig gekennzeichnet, zum Beispiel durch eine Signalfarbe am Mündungsbereich. Sieht halt nicht cool Gangsta-Style aus, sondern nach Spielzeug. Dem Artikel entnehme ich, dass das Einschüchtern von Passanten, die dann die Polizei riefen, durchaus in Kauf genommen wurde.
Im Artikel steht nicht, dass die Waffe abgelegt wurde. Selbst mit erhobenen Händen muss man da skeptisch bleiben. Auch der Hinweis, es sei ein Spielzeug, kann ein Trick sein. Alles, was in dem Moment zählt, ist, dass die Waffe weit genug weg ist vom Zugriff des Verdächtigen. Hier fehlen entweder entscheidende Details im Artikel oder zum Fehlverhalten der Polizisten. travellingpete auf taz.de
Es wird ein langer Weg
„taz Forum Magdeburg: Wetten, dass … die Demokratie gewinnt?!“ taz vom 25. 8. 26
Vielen Dank für das Format gestern in Magdeburg. Ich war online dabei. Ihr leistet viel für die Demokratieförderung und den Versuch die Gesellschaft wieder zusammenzuführen!
Das wird ein langer Weg! Es war unterhaltsam und wohltuend! 60 Prozent Demokrat:innen sind mehr als 40 Prozent ausländerfeindliche Personen und Wissenschafts-Leugner. Nicht zu vergessen die Menschen, die nicht wählen dürfen (Migrantinnen etc.).
Ich lebe in Österreich mit einer schwarz- blauen Landesregierung. Und wir stellen uns auch dagegen, wenn Unrecht passiert. Wir sind das Correktiv! Nuschin Meykadeh
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen