meinungsstark:
Augenwischerei
„Kleiner Igel, hörst du das?“,
taz vom 24. 3. 26
Der Vorschlag, Igel mit Ultraschall vor Gefahren zu schützen, greift zu kurz. Rasenmähroboter verletzen nicht nur Tiere, sondern tragen auch dazu bei, Gärten in sterile Kurzrasenflächen zu verwandeln – mit fatalen Folgen für Insekten und damit für die Nahrungsgrundlage der Igel.
Ultraschallsignale wirken hier wie Augenwischerei. Im schlimmsten Fall verschärfen sie das Problem sogar: Wenn immer mehr Geräte solche Signale aussenden, werden Igel aus den letzten geeigneten Lebensräumen verdrängt. Doch wohin sollen sie ausweichen? Echter Igelschutz braucht naturnahe Gärten, rücksichtsvoller Einsatz von Technik und dem Verzicht auf nächtlichen Mähbetrieb.
Nicht zusätzliche Reize retten die Tiere, sondern mehr Lebensraum. Anne Pawletta, Neusäß
Unter Lesenden
„Briefeseite“, taz vom 21. – 27. 3. 26
Hallo Herr McZott,
ausgerechnet an meinem vierundsiebzigsten Geburtstag kam ich in den „Genuss“ ihrer altersdiskriminierenden Verallgemeinerungen, die jeder Grundlage entbehren.
Da zahl ich brav jahrzehntelang Steuern, die unter anderem auch in Ihre Ausbildung flossen, mit diesem enttäuschenden Resultat. Ein wenig Sorge um Sie machte mir Ihr Leserbrief dann doch, weil ich befürchte, dass Sie bei Ihren Ansichten über alte Menschen nicht vorhaben könnten, alt zu werden.
Joachim Dalkner, Mannheim
Nach Gutsherrenart
„Alle gegen Weimer“, wochentaz vom 14. – 20. 3. 26
Danke für den aufschlussreichen Beitrag zur Kulturpolitik unseres „Kulturstaatsminister“ Weimer, der die Kulturpolitik der Regierung Merz/Klingbeil gegenüber uns, der Zivilgesellschaft, vertritt! Das ist Kulturpolitik nach Gutsherrenart und reaktionärem Junkertum aus dem 19. Jahrhundert, hinzu kommt dann noch die Anfrage beim Verfassungsschutz für kleine Verlage und Buchhandlungen, die vom Gespann Weimer/Dobrindt initiiert wurde!
Haben Weimer und Dobrindt beim kulturpolitischen Konzept der AFD abgeschrieben? Es riecht nach Disziplinierung und rechtem Kulturkampf!
Peter Oedinger, Korschenbroich
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen