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meinungsstark

Der oberste Richter … Markus Lanz

„Brosius-Gersdorf wehrt sich: „Diffamierend und realitätsfern“. Frauke Brosius-Gersdorf äußert sich zu den Vorwürfen gegen ihre Person“, taz vom 16. 7. 25

Ultralinks?? Wie, Frauke Borsius-Gersdorf erwägt tatsächlich den Rückzug ihrer Kandidatur, sollte dem BVerfG in der Debatte um die Richterwahl Schaden drohen? Wer aber stellt wann mit welchen Absichten etwaigen Schaden fest – und nach welchen Maßgaben?

Bestünde somit nicht vielmehr künftig die große Gefahr ähnlicher konzertierter Diffamierungs-Interventionen politisch Unliebsamer? Wäre demnach also nicht vielmehr gerade ein möglicher Rückzug ihrer Kandidatur in allererster Linie ein nicht abzuschätzendes Desaster für unsere Demokratie, die Beschädigung dieses unsere Grundrechte in der Demokratie wahrenden höchsten Gerichts?

Erst mal Ruhe rein? Die Zeit wird’s richten? Zeit für Kompromisse?

Bedürfen dann künftig nun alle mit Mehrheit getroffenen parlamentarischen Beschlüsse zu ihrer Realisierung die selbstkorrumpierende Kompromissbereitschaft derjenigen, die durch Bruch einer solchen Vereinbarung beschädigt wurden? Helga Schulze-Kämper

Frauen-EM: Unterirdische Bildregie

Was uns die Vorrunde lehrt“, taz vom 15. 7. 25

Sehr geehrte Redakteurinnen, endlich einmal ein Kommentar zur Bildregie bei Fußballübertragungen – zu Recht von Ihnen mit „unterirdisch“ beschrieben. Was ist zu sehen? Permanente Bildschnitte auf die Köpfe der Spielerinnen, die Zuschauerränge, die am Spielfeldrand stehenden Trainerinnen, endlose Wiederholungen von Torszenen (gerne auch in das laufende Spiel geschnitten). In meinen Augen eine Dressur der Wahrnehmung einer Mannschaftssportart hin zu einer individualisierten Selbstdarstellung.

Die emotionale Beteiligung, die doch eigentlich durch die sportliche Leistung der Mannschaften entsteht, soll so durch Bilder, die mit dem Spiel nichts zu tun haben, „garantiert“ werden. Ignaz Hefele, Dietmannsried

Umdenken in der Architektur?

Bauturbo aus der Gemeinschaftsküche. In der Bundeskunsthalle Bonn zeigt die Ausstellung ,WEtransFORM‘, was die Architektur für die Bauwende parat hat“,

taz vom 16. 7. 25

Das Wissen ist schon da? Schön wär’s. Zu viele Verwirrungen bestimmen die Diskussion. Der Großteil der Emissionen wird nicht durch den Bau, sondern durch den Betrieb des Bestandes verursacht, besonders durch den schlecht isolierten Bestand. Erst bei hochgedämmten Häusern sind emissionsarme Baustoffe wichtig. Auch die Nagler-Häuser sind extreme Experimente, mit 4 Metern hohen Geschossen und freistehend – nicht tauglich für den allgemeinen Wohnungsbau. Superblocks und Gemeinschaftsküchen können das Leben angenehmer machen, gerne auch mit Seegras und Pilzen. Aber unsere ökologischen Probleme sind sehr viel größer – und da helfen keine netten Schlagworte. Die Ausstellung klingt interessant, aber es bleibt Kunst. Sie liefert der Gesellschaft keine fertigen Rezepte. Joachim Reinig, Hamburg

Ihr seid so angenehm zu hören!

Betrifft: Die Vorlesefunktion in der taz App

Liebe taz-MitarbeiterInnen, lange schon hatte ich Ihnen schreiben wollen. Nun aber endlich: Die Art der von Ihnen eingelesenen Texte finde ich uneingeschränkt fantastisch und extrem angenehm zu hören! Danke dafür! Grundsätzlich bin ich ein Mensch, die schon sehr gern auch liest. Aber vor gar nicht so langer Zeit habe ich bei der taz einfach mal die Vorlesefunktion angeklickt – und dann kam eben dieses Gefühl: „Wow! Geht doch!“ Bitte sehr gern einfach auf diese Weise weiter! Ganz besonders dann ab Oktober, wenn während der Woche keine Printausgabe mehr zur Verfügung steht.

Ute Wermser, Schandelah bei Braunschweig

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen