: lustiges europa
So tun’s die anderen
Schweiz
Seit mehr als zehn Jahren mischt Viktor Giacobbo im Ersten Schweizer Fernsehen Klamauk mit Politik. Oder war es Politik mit Klamauk? Jedenfalls mit durchschlagendem Erfolg: Sein Spätprogramm erzielt die traumhafte Quote von 50 Prozent. Giacobbos Komik ist wie der Mann: clever, vif, professionell, obsessionslos, dabei mit einem erstaunlichen Gespür für Takt: „Politische Aussagen mit klamaukigen Elementen.“
Österreich
Österreichische Politiker lassen sich nicht gerne im Fernsehen verarschen. Die letztes Jahr eingeleitete Wende hat auch den ORF voll erfasst. Deswegen findet Polit-Kabarett auch eher auf den Kellerbühnen statt. Trotzdem bemühen sich manche Politiker bei ihren Auftritten vor der Kamera redlich, Zuschauer zum Lachen zu bringen. So FPÖ-Klubobmann Peter Westenthaler, der dreimal auf die Frage nach einer Bespitzelungsaktion seiner Partei einen lang zurückliegenden Fall der SPÖ auftischte. Und Format-Herausgeber Christian Ortner widmete seine jüngste Glosse den „Clowns in Haiders Manege“.
Großbritannien
Comedy war hier schon immer politisch. Sonst hieße sie auch Sitcom. Remember the Monty-Python-Boys? Oder „Spitting Image“? Die konkretesten Vertreter des Genres heißen deshalb auch (fast) wie Nachrichtensendungen: „Have I got News for you?“ zum Beispiel – oder noch direkter: „Not the 9 o’clock News“. Sie können’s eben, die Briten RL, RLD, STG
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen