leserInnenbriefe:
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Straßennamen zu ändern, ist nur Kosmetik
„Rassismus zieht sich durch die Stadt“
taz nord vom 20. 6. 20
Natürlich ist ein geschärftes Bewusstsein gegen Rassismus gut. Und es wäre besser, wenn man in diesem Zusammenhang auf die Machtverhältnisse schaut, und hier zu einem menschlichen Maß kommt. Was hilft es Menschen, wenn Statuen und Straßennamen geändert werden, und dieselben Prinzipien der Ausbeutung trotzdem weitergehen? Wie kann es sein, dass Menschen bei Nicht-Wohlverhalten das Lebensminimum gekürzt wird? Da werden doch nur die Peitsche und die Ketten durch finanzielle Druckmittel ersetzt.
Die Aktivisten sollten sich mal fragen, was den Menschen mehr negativ auffällt: der Straßenname oder die Schwierigkeiten, mit einem ausländischen Familiennamen eine Arbeit oder Wohnung zu finden. Solange das noch ein Problem ist, sind Änderungen von Straßennamen nur Kosmetik: „Man hat ja was getan.“ Martin_25, taz.de
Konzentration auf die richtigen Schurken
„Rassismus zieht sich durch die Stadt“
taz nord vom 20. 6. 20
Marco Polo war kein Eroberer, nicht einmal ein Kundschafter, der ausspionierte, wie die Europäer (Christen) China erobern könnten. Ob Marco Polo nur die Wahrheit berichtete, ist fraglich, aber dass er von Kublai Khan empfangen wurde, ist plausibel. Kublai war der Enkel von Dschingis Khan, und wer da wen erobert hätte im Falle eines Krieges, dürfte klar sein. Nicht jede historische Person war ein Verbrecher, das bitte vorher prüfen, und sich dann auf die richtigen Schurken konzentrieren. Klaus Bärbel, taz.de
Lochgitter vorm Knastgitter sind kriminell
„Gesiebte Luft wird dünner“
taz nord vom 24. 6. 20
Der Knast von Hannover stinkt erbärmlich, in den großen Treppenhäusern wird gar nicht gelüftet. Die Zellentüren sind die fast einzigen „Frischluftquellen“. Sonnenlicht wirkt desinfizierend auf alle Luftkeime, ohne diese natürliche tägliche Desinfektion wird die Situation extrem gefährlich. Viele Gefangene leiden unter Vorschädigungen, der Stress der Nachtarbeit bei den Angestellten bedarf besonderer Vorsichtsmaßnahmen. Eine Verschlechterung der Belüftung und der Tageslichtsituation ist meines Erachtens kriminell. Hein Bloed, taz.de
Typisch „laxer“ Vollzug im Norden
„Gesiebte Luft wird dünner“
taz nord vom 24. 6. 20
Typischer „laxer“ Vollzug im Norden ... Nur 2/3 des Fensters mit Lochblechen verkleiden? Pah! Pille-Palle! In Bayern, zum Beispiel in Kaisheim, hat man das komplette Fenster mit diesen Lochblechen verschönert. Schert keine Sau ... Oder ... Moment ... Doch! Den Denkmalschutz! Das Gebäude hat schließlich historischen Wert, man will und muss bei nächster Gelegenheit die Lochblechfronten, die nach außen zeigen, mit Malerei „verschönern“. Heike Obermeier, taz.de
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