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krieg im nahen osten

Iran-Gespräche: Trump sagt mal dies und mal das

Nach optimistischen Aussagen hat US-Präsident Donald Trump die Hoffnung auf eine rasche Vereinbarung mit Iran wieder gedämpft. Auf Truth Social schloss er am Sonntag eine „übereilte“ Übereinkunft aus, nachdem er am Samstag erklärt hatte, eine Vereinbarungsei „weitgehend ausgehandelt“. „Entweder der Deal mit Iran wird großartig und bedeutsam, oder es gibt keinen Deal“, stellte Trump klar. Er wolle kein Abkommen, das zu einer Atombombe für Iran führe, schrieb er weiter. Zuvor hatte US-Außenminister Marco Rubio in Indien gesagt: „Ich glaube schon, dass vielleicht die Möglichkeit besteht, dass die Welt in den kommenden Stunden ein paar gute Nachrichten erhält.“ Am Montag wollte Rubio sich dann nicht mehr auf einen Zeitpunkt festlegen. Irans Außenamtssprecher Esmaeil Bakaei sagte am Montag: „Wir sind in einem Großteil der zur Diskussion stehenden Punkte zu einer Übereinkunft gekommen“, es könne aber niemand behaupten, „dass die Unterzeichnung eines Abkommens unmittelbar bevorsteht“. Laut der US-Nachrichtenwebsite „Axios“ soll die seit April geltende Waffenruhe zwischen Iran und den USA um 60 Tage verlängert werden. In dieser Zeit solle die Straße von Hormus wieder für die Schifffahrt geöffnet werden, und der Iran solle sein sanktioniertes Öl nach Belieben verkaufen können. Iran habe angeboten, die Schifffahrt in der Straße von Hormus auf „Vorkriegsniveau“ zu ermöglichen, aber „unter iranischer Verwaltung“, also mit der Erhebung „bestimmter Abgaben“ für „Navigationsdienste“. Über Irans Atomprogramm soll erst in einer späteren Verhandlungsrunde gesprochen werden. Beflügelt von der Hoffnung auf ein Friedensabkommen im Iran-Krieg haben die Börsen weltweit am Montag deutliche Zugewinne verbucht. (afp, dpa)

Libanon: Hisbollah und Israel kämpferisch

In Libanon hat Hisbollah-Generalsekretär Naim Kassim zum Sturz der Regierung aufgerufen. „Die Menschen haben das Recht, auf die Straße zu gehen und die Regierung zu stürzen“, sagte Kassim in einer im Fernsehen übertragenen Rede am Sonntagabend. „Wenn diese Regierung nicht in der Lage ist, die Souveränität zu gewährleisten, sollte sie gehen.“ US-Außenminister Marco Rubio hatte der Hisbollah am Sonntag vorgeworfen, „aktiv zu versuchen, Libanon wieder in Chaos und Zerstörung zu stürzen.“ Am Montag forderten zwei rechtsextreme israelische Minister, „dass Israel wieder in den Krieg im Libanon eintritt“, wie Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir es ausdrückte. Finanzminister Bezalel Smotrich forderte Angriffe auf die libanesische Hauptstadt Beirut: „Für jede Sprengstoffdrohne müssen in Beirut zehn Gebäude einstürzen.“ Israels Armee rief die Bewohner von zehn Dörfern im Süden Libasnons auf, sie sollten sich „mindestens 1000 Meter“ von ihren Häusern entfernen und „auf offene Flächen begeben“. (dpa, afp)

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