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Im Hamburger Spionageprozess hat das Hanseatische Oberlandesgericht den Angeklagten Mehmet S. am Dienstag wegen Spionage für den türkischen Geheimdienst zu zwei Jahren Bewährungsstrafe verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 32-Jährige für den türkischen Geheimdienst MIT gearbeitet hat. Er soll von Januar bis November 2016 den Bremer Politiker Yüksel Koç und die kurdische Szene ausgeforscht haben (die taz berichtete). Dass er dabei nicht besonders professionell vorgegangen sei und nicht vorbestraft war, wertete die Richterin als strafmindernd. Zusätzlich muss Mehmet S. knapp 21.000 Euro Strafe bezahlen – die Summe, die er als Lohn für seine Spionage bekommen hat.

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