: hintergrund
Deutsche Interessen
Der Rebellenanschlag auf Angolas Eisenbahn ist auch ein Anschlag auf deutsche Interessen. Bei einer Handelsmesse in Angolas Hauptstadt Luanda gab der deutsche Botschafter Christian Krämer am 16. Juli bekannt, dass deutsche Firmen Angolas Schienennetz wieder aufbauen sollen. Mit einem Umfang von 9,2 Milliarden Mark wäre dieses Projekt, sollte es realisiert werden, das größte deutsche Investitionsprojekt in Afrika. Angola hatte einmal 2.300 Schienenkilometer, die fast alle im Krieg zerstört wurden.
Die deutsche Investition in Angolas Eisenbahn war bereits Thema von Bundesaußenminister Joschka Fischer bei seinem Besuch in Angola am 21. November 2000, als er von etwa 20 deutschen Unternehmern begleitet wurde. Diese Unternehmer interessierten sich unter anderem auch für Angolas Fischereisektor, der im Jahr 2000 ein Wachstum von 37 Prozent verzeichnete. Nach Meinung von Angolas ziviler Opposition stellt sich Deutschland damit einseitig auf die Seite der angolanischen Regierung. D. J.
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