herzensort: Klausurenpanik in hübscher Kulisse
Rechts von mir lernt eine Freundin für ihre Juraprüfung. Links von mir wird an der Geschichtshausarbeit weitergeschrieben. Es ist der fünfte Tag in Folge, den wir gemeinsam hier verbringen. Während andere bei schönem Wetter im Park spazieren oder am See liegen, sitzen wir in der Staatsbibliothek Unter den Linden in Berlin. Wenigstens einen Platz am Fenster konnte ich ergattern.
Was zunächst nach einer furchtbaren Sommerbeschäftigung klingt, kann aber auch schön sein. Die gemeinsame Klausurenpanik verbindet. Jeden Tag sehe ich meine Freund*innen. Wir tauschen uns aus, helfen und motivieren uns gegenseitig. Unser Highlight: die (viel zu lange) Kaffeepause vorm Springbrunnen im Innenhof.
Die Stabi lädt zum Romantisieren ein. Ihr Eingangsbereich ist stets voller Tourist*innen, die sich für die neobarocke Architektur begeistern. Das alte Gebäude mit seinen Flügeltüren und gemütlichen Lesesesseln begleitet uns Semester für Semester durch die Klausurenphase. Wenn man schon den Sommer lernend verbringen muss, dann wenigstens da, wo es hübsch ist. Regina Roßbach
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen