feine pinkel: städter wollen landleben light:
Gänsekrieg in Tönnhausen! Jahrzehntelang herrschte Frieden in dem 300-Seelen-Dorf Tönnhausen. Nebenerwerbslandwirt Horst Pahlke (61) züchtete jahrzehntelang Gänse, jahrzehntelang durften seine Gänse frei herumlaufen und alles vollkacken, ohne dass sich jemand daran störte – Landleben halt. Doch dann kamen die feinen Pinkel aus der Stadt, bauten sich schicke Villen mit englischem Rasen und fingen an zu meckern, weil das Federvieh öfter durch die Gärten streifte und die kleine Asphaltstraße zum „Bekoten“ benutzte. „Jetzt tobt hier der Gänsekrieg“, stellt Pahlke kopfschüttelnd fest. Vor einer Woche wurden 17 weiße Pommerngänse und 54 Flugenten von der Polizei verhaftet. Es kam zu einem Handgemenge, als Pahlke die Tiere wegtreiben wollte. Plötzlich habe ein Polizist am Boden gelegen, er über ihm und dann habe ihn eine junge Polizistin mit einer Schusswaffe so lange in Schach gehalten, bis er in Handschellen zur Wache gebracht wurde. Ob Pahlke mit den Kackern in eine Gemeinschaftszelle kam, ist nicht bekannt.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen