: fakten
Multis vor Gericht
Die EU-Kommission ist überzeugt davon, dass die Tabakkonzerne selbst in den Schmuggel mit Zigaretten verwickelt sind. Daher hat die deutsche EU-Kommissarin Michaele Schreyer Anfang November eine 188 Seiten umfassende Zivilklage beim United States Court in New York gegen die amerikanischen Zigarettenmultis Reynolds und Philip Morris einreichen lassen.
Geldwäsche, betrügerische Benutzung des Fernmeldewesens sowie Urkundenfälschung und Konspiration wird den Firmen vorgeworfen, die die Vorhalte zurückweisen und beteuern, selbst interessiert an der Bekämpfung des Zigarettenschmuggels zu sein.
Auch Kolumbien hat Klage gegen Philip Morris und British American Tobacco (BAT) eingereicht. Die Firmen hätten ein Schmuggelnetz aufgebaut, so der Vorwurf. Zwischenhändler auf den niederländischen Antillen organisierten angeblichden Schmuggel nach Südamerika.
Ob nun das New Yorker Gericht die Klage annimmt oder nicht – eine sensationelle Entwicklung deutet sich schon jetzt an: Es ist durchaus möglich, dass es nicht bei einer Zivilklage gegen die Tabakmultis bleibt. Denkbar wären auch strafrechtliche Ermittlungsverfahren.
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