die wortkunde:
Bei uns sind die Osterfeuer längst erloschen, die orthodoxe Kirche feiert Ostern dagegen erst dieses Wochenende. So wie das Osterfeuer die Nacht erhellt, bringt die Auferstehung Jesu Licht in das Todesdunkel – so weit die Symbolik. In Jerusalem wird dieses Glaubensereignis auf besondere Weise begangen: Zu Beginn der Osterfeier betritt der griechisch-orthodoxe Patriarch die leere Grabkapelle. Nach kurzer Zeit kehrt er mit zwei brennenden Fackeln zurück und reicht das Heilige Feuer an die Gläubigen weiter. Der Kirchführer wie die Grabkapelle werden zuvor auf Streichhölzer und andere Zündmittel untersucht. Ein Wunder? Wünschenswert, dass es auch in diesem Jahr wieder gelingt: Bleibt das Heilige Feuer aus, naht der Überlieferung nach das Ende der Welt.
Moritz Findeisen
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