piwik no script img

die wahrheitMoloch Region

Früher nannte man schlicht "Stadt" / wo man sich befunden hat. / Dazu kamen noch Verwandte / draußen auf dem flachen Lande.

Früher nannte man schlicht "Stadt",

wo man sich befunden hat.

Dazu kamen noch Verwandte

draußen auf dem flachen Lande.

Heute heißt das Ding Region -

sei es der Raum Iserlohn

oder der gesamte Norden -

alles ist Region geworden.

Deren Zeitung teilt uns mit:

"Die Region ist prima fit!"

Selbst ganz ferne Blätter haben

extra Regionalausgaben.

Jeder Yeti sagt pro Tag

zehnmal, dass er alles mag,

was die Regionalpalette

prall und bunt zu bieten hätte.

Dabei guckt er selbst so öd,

zukunftslos und krümelblöd,

dass vom tiefsten Grund der Küste

Seegras mehr zu locken wüsste.

Wer in der Region regiert,

wird erst gar nicht diskutiert.

Die Bestimmer der Regionen

pflegen meist entfernt zu wohnen.

Da beschließen sie bei Nacht:

Düsseldorf wird zugemacht!

Denn bei so viel Regionen

kann sich ja nicht jede lohnen.

Düsseldorf vernimmt's betroffen,

und es bleibt nur banges Hoffen

bis die Zeitung dickfett schreibt:

"Werk macht zu - Investor bleibt!"

Und der schmeichelt hinterher:

Die Region kann weitaus mehr.

Die Wahrheit auf taz.de

Die Wahrheit

ist die einzige Satire- und Humorseite einer Tageszeitung weltweit.


Die Wahrheit

hat den einzigartigen täglichen Cartoonstreifen: ©Tom Touché.


Die Wahrheit

hat drei Grundsätze:

Warum sachlich, wenn es persönlich geht.

Warum recherchieren, wenn man schreiben kann.

Warum beweisen, wenn man behaupten kann.

Deshalb weiß Die Wahrheit immer, wie weit man zu weit gehen kann.



Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

0 Kommentare