die wahrheit: Das ist nicht lustig!
Zehn nackte Redakteure
Normalerweise ist die Wahrheit kein Wunschkonzert. Aber auf speziellen Wunsch von Wahrheit-Leserin Petra Feldmann aus Geldern wollen wir heute mal nicht so sein. Weil wir am vergangenen Freitag schrieben, ein Stern im Weltall habe mit seiner Strahlkraft angegeben "wie zehn nackte Neger", behauptete Petra Feldmann in einem Leserbrief an die Wahrheit, die Formulierung sei rassistisch. Ersetze man das Wort "Neger" durch "Redakteur," wäre "zehn nackte Redakteure" auch nicht lustig. Was sollen wir dazu sagen? Petra Feldmann hat zumindest halbwegs Recht: Zehn nackte Redakteure sind tatsächlich nicht lustig. Lustig hingegen sind zehn nackte Neger. Alles andere wäre ja auch der pure Rassismus. Wenn wir nämlich behaupten würden, zehn nackte Neger hätten keine Strahlkraft, sondern wären blass wie zehn nackte Redakteure, wäre das rassistisch. Und wenn die Wahrheit eins nicht ist, dann rassistisch. Denn bei Rassisten ist es im Kopf so düster wie im Mohrenarsch, wie es schon beim guten alten Walter Kempowski heißt, den zu zitieren der Wahrheit stets eine Ehre ist.
Die Wahrheit auf taz.de
Die Wahrheit
ist die einzige Satire- und Humorseite einer Tageszeitung weltweit.
Die Wahrheit
hat den einzigartigen Cartoonstreifen: ©Tom Touché.
Die Wahrheit
hat drei Grundsätze:
Warum sachlich, wenn es persönlich geht.
Warum recherchieren, wenn man schreiben kann.
Warum beweisen, wenn man behaupten kann.
Deshalb weiß Die Wahrheit immer, wie weit man zu weit gehen kann.
Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert