piwik no script img

die selbstmordattentäter

und die palästinesische Bir-Zeit-Universität

Eine Mehrheit von Studenten und Professoren der palästinensischen Bir-Zeit-Universität lehnt Terroranschläge wie den von Tel Aviv ab, bei dem am Freitag 20 Israelis starben. Als sich im März ein Student der Uni bei einem Anschlag in die Luft sprengte, bezeichnete der Präsident der Bir-Zeit-Uni, Hana Naser, dies als „grausamen Akt der Verzweiflung“. Auch der Vorsitzende der Studentenvertretung Diya Himayel sagt, „in Bir Zeit werden solche Anschläge weder gefördert noch gutgeheißen“.

Während der 1. Intifada war der Campus ein Zentrum des palästinensischen Widerstands. Zeitweise befanden sich deshalb ein Zehntel aller Studenten und Lehrer in israelischen Gefängnissen. Palästinensische Führungspersöhnlichkeiten wie die Friedensaktivistin Hanan Aschrawi oder der israelische Abgeordnete Asmi Bischara kommen von Bir Zeit.

Bir Zeit, 1924 als Jungenschule gegründet, verleiht seit 1974 in Geisteswissenschaften, Ökonomie, Ingenieurs- und Naturwissenschaften Bachelor und Master. Die Uni hat rund 5.000 Studenten. Schwerpunkte in Lehre und Forschung sind u. a. Institutionenbildung, Recht, Frauenstudien und Internationales. yas

(www.birzeit.edu)

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen