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die gute nachrichtImmer mehr Ukrai­ne­r*in­nen in Deutschland haben einen Job

Wer nach Deutschland fliehen muss, der schuldet diesem Land nichts. Das Asylrecht wurde ja nicht erfunden, weil es für das Aufnahmeland nützlich sein soll. Trotzdem darf man sich freuen, dass mehr als die Hälfte der ukrainischen Schutzsuchenden zwischen 20 und 50 Jahren in Deutschland drei Jahre nach der Ankunft einen Job hat. Das geht aus einer Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung hervor, das seit 2022 regelmäßige Befragungen dazu durchführt. In einer Gesellschaft wie der unseren hängt viel daran, ob man arbeitet. Ein Job bedeutet Anerkennung, Kontakt, ein Stück Freiheit. Er verleiht Struktur, macht es leichter, Deutsch zu lernen, eine Wohnung und Freun­d*in­nen zu finden. Dass dies bei den Ukrai­ne­r*in­nen so gut gelingt, hat auch damit zu tun, dass sie über die Jobcenter bislang besonders gut betreut wurden. Umso unverständlicher, dass die schwarz-rote Koalition gerade dabei ist, genau das wieder abzuschaffen, indem sie ukrainische Geflüchtete aus dem System des Bürgergelds nimmt. Frederik Eikmanns