piwik no script img

die gute nachrichtDie Lohnlücke schrumpft

Grafik: Anna Eschen­bacher, Johanna Hartmann, Francesca Morini. Quelle: Statistisches Bundesamt. Fotos: stock.adobe.com

Der Mindestlohn zeigt Wirkung. Dem Statistischen Bundesamt zufolge reduzierte sich die Einkommensschere zwischen Gering- und Gutverdienenden zwischen April 2022 und April 2023. In dem Jahr sank der Unterschied im Bruttoeinkommen vom 3,28-Fachen auf das 2,98-Fache. Denn durch die Erhöhung des Mindestlohns im Oktober 2022 auf 12 Euro profitierten vor allem niedrige Einkommen. War die Spreizung der Einkommen in den Vorjahren relativ konstant, stiegen geringe Einkommen zwischen 2022 und 2023 um 12,4 Prozent, während Gutverdienende nur um 1,9 Prozent zulegten. Jedoch ist zu bedenken, dass die Einkommensverteilung die tatsächliche Ungleichheit im Land nicht abbildet. Vermögenswerte sind deutlich ungleicher verteilt, werden vererbt und generieren passive Einkommen. Die Vermögensungleichheit ist zwischen 2022 und 2023 gestiegen. Wer Ungleichheit wirklich effektiv bekämpfen will, muss an beiden Schrauben drehen, an Verdienst und an Vermögen. Marius Werz

Unser Mittel gegen Antifeminismus

Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen