die anderen über Frankreich:
Die französische Tageszeitung L'Humanité schreibt über die anstehenden sozialen Konflikte im Land: Die soziale Unruhe wächst. Das Schiff des Ministerpräsidenten gerät zweifellos in eine Zone starker Turbulenzen. Für Raffarin nähert sich die Stunde der Wahrheit, da die Behandlung legitimer Unzufriedenheit sehr viel komplexer ist als der Aufbau seines eigenen Images oder die Schaffung der Einheitspartei UMP. Zu den anstehenden Problemen gehören der Abbau der Renten, die Privatisierungen, die Zukunft der Eisenbahn und des Elektrizitätskonzerns EDF. Der Regierungschef wird sich Gedanken machen müssen, und das ist gut so.
Die Pariser Zeitung Le Figaro schreibt über die Verurteilung des Bauernführers José Bové zu 14 Monaten Gefängnis: José Bové meint, dass er ein Meister der Kommunikation sei. Nun hat er sicherlich ein gewisses Talent. Außerdem wird er von den Kameras angezogen wie die Motten vom Licht. Jetzt aber hat er, wie bei seinem lächerlichen Auftritt bei Jassir Arafat, einen zweiten Fehltritt begangen. Wenn er seine Gefängnisstrafe einfach hingenommen hätte, wäre er zu einem Märtyrer geworden. Indem er aber die Gnade des Präsidenten für sich erbittet, macht er sich zum Clown. Damit hat Bové uns sein wahres Gesicht gezeigt.
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