das wetter:
Müffelbier
Wout, Varg und Varn waren drei Riesen, und da sie zum Stamm der Kurzentschlossenen gehörten, verfassten sie spontan ein Protestschild, als sie der große Durst überkam. Denn das beliebte Biberhöhlenbier war knapp und teuer geworden, seit Herr Serpentin die Wirtin Worpa geheiratet und das Bier-Business in seine gnadenlose Gewalt gebracht hatte. „Möhr Bier!“, stand auf dem Schild, das Wout, Varg und Varn stolz hochhielten. Herr Serpentin, der Wicht, lachte nur aus dem Rundfenster der Wirtshöhle und rief den drei Trockenhälsen zu: „Dann macht doch möhr Bier.“ Dass ließen sich die empörten Riesengattinnen Viola, Vinka und Wonafried nicht dreimal sagen und nahmen die Müffelsocken ihrer Pfundskerle, um sie in den Sudbottich zu hängen. Das Müffelbier würde der Renner werden. Und Herrn Serpentins perfide Praktiken torpedieren, da waren sich die Riesen ganz sicher.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen