das wetter:
Im dicken Dubs
Tjard Wilbur hatte nichts zu bieten und zu beißen, deshalb entschloss er sich, sein Glück im Gastgewerbe zu versuchen. Im „Dicken Dubs“ sollte er die Sonntagsterrasse betreuen. Die Wirtin mochte den goldblonden jungen Mann und erklärte ihm ihr Motto: „Dickes Pferd und dicke Frau zieren jede Wirtschaft, jau!“ Tjard Wilbur übernahm zuversichtlich die Schicht im Sonnenschirmbereich. Doch nur wenig später stürmte er aufgewühlt von draußen herein. Er brauche sofort ein Kaninchen, verlangte er. Klöpse könne er haben und einen Druschel auf die Ohren, erklärte der Koch mucksch. Aber ein Kaninchen? Das stehe nicht auf der Speisekarte. Der Gast, verteidigte sich Tjard Wilbur, habe darauf bestanden, weil es so üblich sei: „Draußen nur Kaninchen.“ Die dicke Wirtin lief fiepsend rot an, und an dem Punkt ohne Wiederkehr endete Tjard Wilburs Karriere im Gastgewerbe jäh.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen