das wetter: zeitbloms abschied:
Zeitblom sah an sich hinunter. Sah seinen Körper, den Bauch, die muskellosen Schenkel. Er saß auf der Kante des Sofas, die Wirbelsäule in C-Form. Er hatte eine dicke Hornbrille auf, eine von den dicken teuren mit Eigenbeteiligung. Ja, er hatte diverse esoterische Versuche hinter sich, das Gehirn als manipulierbare Nervenmasse elektrisch durch Willen anzureizen. Er müßte jetzt nur auf dem Sofa hüpfen, um die Welt als Jump-and-Run-Game zu decouvrieren, aber er wollte es ernsthaft angehen. Und er beschloss, in die Welt zu gehen, um fade Konnektivität gegen faktische Gegenwart zu tauschen. Noch lange sah man ihn gen Sonnenuntergang schreiten, und es erklang eine wunderschöne Musik.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen