das wetter: strahlende tröpfchen:
Es trafen sich einmal drei kleine Wassertropfen im Gebirge. Sie wollten gern zum Strahl werden, doch all ihre Bemühungen schlugen fehl. So oft sie auch von Hängen rutschten, sich in klaren Gebirgsbächen tummelten, sie blieben kleine Tröpfchen, die stets von ihrer Umgebung abperlten. Ihre letzte Hoffung, doch noch zum Strahl zu werden, war die Entscheidung des Rates der ältesten Flüsse der Erde. Dieser tagte aber nur alle tausend Jahre. Glücklicherweise waren gerade tausend Jahre seit der letzten Ratssitzung vergangen und die drei Tröpfchen erhielten die seltene Gunst, vorsprechen zu dürfen. Der Rat war ihnen gewogen, und so wurden die Tröpfchen zum schönsten Strahl der Welt.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen