das wetter: picasso wandert (10):
Zu eben dieser Stunde saßen Elvis und Adolf daheim und grämten sich. Picasso war weg, jetzt konnten sie niemandes Reisbrei essen, niemandes T-Shirt tragen und niemandem das letzte Taschentuch vor der Nase wegwischen. „Wo könnte er nur sein?“, fragten sie sich immerzu. Nein, Picasso fehlte ihnen sehr. Elvis ließ seinen Pinsel missmutig von der linken in die rechte Hand gleiten. Wenn Picasso nicht neben ihm stand, konnte er einfach nicht malen. Auch Adolf spielte mit seinem Stift, die letzte Ballade war gründlich daneben gegangen. Ohne Picasso würde er nie wieder einen Vers reimen können. Elvis und Adolf sahen sich an: „Auf geht’s“, riefen sie wie aus einem Mund. Schnell schnürten sie ihre Wanderbündel, und gegen Mittag waren sie bereits so weit vorangekommen, dass ihr Häuschen nur noch ein ganz kleiner Punkt am Horizont war. Da ertönte plötzlich eine verhuschte Stimme. Sie gehörte einem jungen hübschen Mägdelein, das am Wegesrand saß und gar bitterlich schluchzte …
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