apokalypse der woche: Zu trocken für Mücken und Falter
Tja, wen oder was auch immer man am Ende für Regen verantwortlich machen will: Heuer gab es zu wenig davon. „Aus Sicht der Mücken lief der Sommer schlecht“, sagt Mückenexpertin Doreen Werner vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (Zalf) im brandenburgischen Müncheberg. Heimische Arten mögen es feucht und warm. „Wo keine Brutstätten sind, sind auch keine Mücken“, so die Biologin. Mücken legen ihre Eier in stehendem oder langsam fließendem Wasser ab, zum Beispiel in Teichen, Gießkannen oder Regentonnen. Die Regentonnen seien zwar gefüllt gewesen, sagt Werner. Wenn es geregnet habe, sei der Regen aber so heftig heruntergekommen, dass die Eier und Larven vielfach aus den Tonnen gespült worden seien.
Bei Schmetterlingen sieht die Bilanz gemischt aus, wie Agrarbiologe Josef Settele vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) erklärt. Bei den Faltern habe es in den letzten Jahren insgesamt doppelt so viele Verlierer wie Gewinner gegeben. Vor allem feuchtliebenden Arten gehe es schlecht. In Deutschland gibt es laut Settele etwa 3.700 Tag- und Nachtfalterarten, darunter knapp 200 Tagfalterarten. Schwer hätten es Arten, die sich von Kräutern auf Wiesen ernährten. „Viele Wiesen und Weiden waren in diesem Jahr aufgrund der Trockenheit nicht mehr grün.“ Darunter hat zum Beispiel der Wiesenknopf-Ameisenbläuling gelitten. (dpa)
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