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Zyprer zeigen Flagge

EU-Fahne ziert Protestdemo im türkisch besetzten Teil Zyperns gegen Einfluss und Besiedelung aus Ankara

ISTANBUL/BERLIN afp/taz ■ Rund 6.000 Anhänger linker Parteien und Organisationen im türkisch besetzten Teil Zyperns haben am Wochenende gegen die Türkei demonstriert. Statt nordzyprischer und türkischer Fahnen sei bei einer Protestveranstaltung am Wochenende die EU-Flagge zu sehen gewesen, berichtete die türkische Tageszeitung Sabah gestern. Die Proteste richteten sich gegen den türkischen Einfluss in der nur von Ankara anerkannten „Türkischen Republik Nordzypern“ sowie gegen die zehntausenden Einwanderer aus der Türkei, die im Nordteil der Mittelmeerinsel leben.

Die Demonstration ist Teil einer Kampagne „Dies ist unser Land“. Auch der türkisch-zyprische Volksgruppenführer Rauf Denktasch wurde von den Demonstranten kritisiert. Linke und liberale Gruppierungen werfen Nordzyperns „Präsidenten“ Denktasch vor, mit zunehmenden Repressionen seinen Kurs der Anpassung an die Türkei zu verfolgen. Sie befürworten dagegen eine Wiederannäherung an die griechisch dominierte Republik Zypern und die Teilnahme an Beitrittsverhandlungen zur EU.

Erst in der vergangenen Woche hatte Denktasch die Teilnahme einer Kindergruppe an einem Friedensfestival in Griechenland verhindert. 17 Kindern und zwei Lehrern wurde die Ausreise aus Nordzypern verwehrt. Am nordzypriotischen Flughafen Ercan wurde die Delegation von rund 50 Polizisten empfangen, die sie zur Heimkehr noch vor dem Abflug zwangen. KLH

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