: Zuviel Personal: Altenheim pleite
Hamburgs größtes Alten- und Pflegeheim, das Poppenbüttler Hospital zum Heiligen Geist, ist in großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Wenn es zu keiner Einigung mit der Hamburger Sozialbehörde über die Pflegesätze kommt, ist die Unterbringung von 1200 alten Menschen gefährdet.
Nach Darstellung der Sozialbehörde liegt dem Hospital bereits seit Juni dieses Jahres ein Angebot vor, mit dem die Behörde der Einrichtung durch Anhebung des Pauschalpflegesatzes von zur Zeit 59 Mark helfen will. Das Angebot ist allerdings an Bedingungen geknüpft, die die Heimleitung bisher nicht akzeptieren wollte.
So habe das Hospital bisher keine Bereitschaft erkennen lassen, den für Hamburger Altenheime geltenden Stellenschlüssel zu akzeptieren. Die Poppenbüttler Heimleitung soll in den letzten drei Jahren mehr Personal eingestellt haben, als offiziell abgesegnet. Behördensprecherin Eberle: „Die Behörde lehnt es ab, wirtschaftlich nicht verantwortbares Verhalten über entsprechend hohe Pflegesatzsteigerungen abzusegnen“. dpa
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen