piwik no script img

Zotig, aber nicht hard-core

Die Angst vor Pornographie im Fernsehen peinigt nicht nur den Berliner Kabelrat, sondern macht sich auch im britischen Innenministerium breit. Während die „Erotik-Entscheidung“ über die Lizenzvergabe an eine Stuttgarter Pay-TV Gesellschaft des Kabelrates in Berlin auf Dezember verschoben wurde, bekommen die Briten seit kurzem Pornofilme via Astra-Satellit frei Haus geliefert. Der Sex-Service Club Verotique, der von Luxemburg aus operiert, wurde von einem Astra-Sprecher als „zotig, aber nicht hard-core“ bezeichnet und verstieße nicht gegen die eigenen Anstandsnormen.

Ein Sprecher des britischen Innenministeriums kündigte eine Beschwerde vor dem Europarat an, sobald die Rundfunkrichtlinie in Kraft getreten ist.

Innenminister Douglas Hurd hatte schon vor einem Monat damit gedroht, daß er jeden ausländischen Fernsehveranstalter „belangen“ werde, der Pornographie nach Großbritannien strahlt. Dazu der Astra-Sprecher: „Wenn ein ausländischer Satellit Pornofilme überträgt und andere Länder zugestimmt haben, dann gibt es absolut nichts, was das britische Innenministerium dagegen unternehmen kann.“

taz/epd

Nur noch 430 – dann sind wir 50.000

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 430 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen