: Zeuge widerspricht dem OB
Wuppertals Oberbürgermeister Kremendahl wusste angeblich früh von Großspende
WUPPERTAL dpa ■ Der Wuppertaler Oberbürgermeister Hans Kremendahl (SPD) ist nach Angaben eines Zeugen frühzeitig über eine beabsichtigte Großspende für seinen Wahlkampf informiert gewesen. Der Zeuge widersprach damit gestern im Korruptionsprozess gegen den OB vor dem Wuppertaler Landgericht in einem zentralen Punkt der Version Kremendahls. Kremendahl sei dabei gewesen, als der Bauunternehmer Uwe Clees eine Million Mark für dessen Wahlkampf in Aussicht gestellt habe, sagte der damalige Pressesprecher des Bauunternehmers.
Der Politiker sei als Letzter bei der als „Rotweinrunde“ bekannten Zusammenkunft am 11. November 1998 aufgetaucht und bis zum Ende des Essens geblieben, schilderte Ulrich Brüne detailliert. Schon zu Beginn des Treffens sei über die Wahlkampffinanzierung gesprochen worden. Dabei habe sich Clees über den Tisch gebeugt und gesagt: „Ich gebe eine Million.“
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