piwik no script img

Zeitungs-Boom in Bangladesch

Dhaka (IPS) – Einen Zeitungs- Boom ungeahnten Ausmaßes erlebt derzeit Bangladesch. Aus den knapp 100 Zeitungen und Magazinen, die in dem südasiatischen Land noch 1990 erschienen, sind mittlerweile 920 geworden. Allein in der Hauptstadt Dhaka kämpfen 60 Tageszeitungen um die Leser. Hervorgerufen hat die Gründerzeitstimmung im Zeitungsgewerbe vor allem die Aufhebung der Zulassungsbeschränkungen für Printmedien durch Premierministerin Khaleda Zia. Unter ihrem Vorgänger, General Hussain Mohammed Ershad, der 1990 durch eine Demokratiebewegung aus dem Amt gedrängt wurde, war die Presse Bangladeschs streng kontrolliert. Jeder Antrag auf die Erteilung einer Zeitungslizenz ging über Ershads Schreibtisch. Diese Beschränkungen gehören jetzt jedoch der Vergangenheit an. Jeder kann nun eine Zeitung aufmachen, nachdem er sich eine Erlaubnis des zuständigen Beamten besorgt hat.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen