Wikileaks Syria Files: Post aus Damaskus
Wikileaks veröffentlicht einen Datensatz mit Emails aus und über Syrien. Darunter befinden sich sowohl sicherheitsrelevante als auch private Dokumente.
Bild: reuters
BERLIN taz | Wie der britische Journalistenpool Frontline Club vermeldet, veröffentlicht das Portal Wikileaks ab Donnerstag Millionen Datensätze mit Informationen aus und über Syrien.
Die sogenannten Syria Files enthalten Emails von Geheimdiensten, syrischen Offiziellen, zum Teil aus dem engsten Führungskreis der Baath-Partei und internationaler Unternehmen. Ein großer Teil der veröffentlichten Kommunikation stammt aus Syrien selber, vieles scheint aus Russland an Wikileaks gegeben worden zu sein.
Auf einer Pressekonferenz am Donnerstag wurde die zugehörige Website vorgestellt, die mit Such- und Sortierfunktionen ausgestattet die Aufbereitung der Datenmenge besonders einfach gestalten soll.
Im Laufe des Vormittags war die Seite mehrfach nicht erreichbar. Grund war anscheinend eine Überlastung des Servers. Als internationale Medienpartner gibt Wikileaks unter anderem die italienische Wochenzeitschrift L'espresso und den Norddeutschen Rundfunk an.
Mit fast zweieinhalb Millionen Dokumenten übersteigt die Datenmenge die der Veröffentlichung der diplomatischen Korrespondenz der Vereinigten Staaten noch einmal deutlich.
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