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Wie in der Sandkiste

KOMMENTAR

Wie in der Sandkiste

Es ist gemeinhin schwierig, sich ein umfassendes Bild von dem Streit um die HfbK-Präsidentin Adrienne Goehler zu machen. Schon allein der künstlerische Sachverstand, der der ehemaligen Grünen-Politikerin von ihren Kritikern abgesprochen wird und den sie nach dem jüngsten Schlichtungs-Kompromiß ja auch gar nicht mehr für sich in Anspruch nehmen soll — wer hat ihn schon. Doch die jüngste Reaktion der Goehler-Kritiker läßt ein wenig ahnen, auf welchem Niveau sich der Streit mittlerweile abspielt und wirft die Frage auf, ob es der Anti-Goehler-Fraktion wirklich um die Kunst geht. Die hat das gesagt und der hat dies gesagt und dann hat die aber wieder das gesagt. Wie in der Sandkiste. Die Wissenschaftsbehörde hat mit dem Sechs-Punkte- Programm einen Kompromiß erarbeitet, auf dessen Grundlage eine Zusammenarbeit wieder möglich gemacht werden sollte. Die Tatsache, daß ein nicht unerheblicher Teil der Studenten und Professoren mittlerweile hinter Frau Goehler steht — 300 Studierende forderten jüngst die Auflösung des von Goehler-Gegnern dominierten HfbK-Senats — und daß der Vorwurf im Raum steht, einige Professoren verbrächten mehr Zeit mit Briefe schreiben denn mit der Lehre, nimmt auch die Goehler-Kritiker in die Pflicht, sich zunächst erstmal ein bißchen zusammenzureißen und die Zusammenarbeit auf Grundlage des Einigungsvorschlages ernsthaft zu erproben. Kaija Kutter

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