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Wie Berlin sauberer wirdDrei Parteien gegen den Müll

Rot-Grün-Rot möchte der Vermüllung in Berlin entgegenwirken. Auch das Zero-Waste-Ziel soll weiterentwickelt werden. Schon jetzt produzieren die Berliner weniger Müll.

Die sondierenden Berliner Parteien wünschen sich eine Stadt, die „sicher funktioniert“. So steht es im Sondierungspapier von Rot-Grün-Rot. Die Koalitionäre in spe planen die schwerpunktmäßige Reinigung von Spielplätzen und Grünflächen. An speziellen Tagen beabsichtigen sie, Sperrmüll kostenlos abholen zu lassen. „Den Einstieg in eine kostenlose Sperrmüllabholung erproben wir in einem Pilotprojekt“, heißt es. In besonders vermüllten Kiezen wollen sie darüber hinaus den Einsatz der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) stärken.

Weiter vorn in der Abfallkette planen die drei Parteien ebenfalls Veränderungen. Das bestehende Abfallwirtschaftskonzept mit dem Fernziel Zero-Waste (kein Müll) möchten sie weiterentwickeln und die Recyclinginfrastruktur ausbauen. Außerdem will Rot-Grün-Rot die Einführung einer Verpackungssteuer prüfen lassen. Eine solche Steuer würde das Land auf Einwegprodukte erheben, die Getränke und Speisen verpacken.

Die Zero-Waste-Strategie hat das Berliner Abgeordnetenhaus bereits im Juni 2021 beschlossen. Das Konzept für die Abfallwirtschaft soll Schritt für Schritt eine Kreislaufwirtschaft in Berlin entwickeln. Für 2030 schrieb der Senat damals drei Ziele fest. Bis dahin sollen 64 Prozent der Bauabfälle und 2.600 Tonnen Phosphor recycelt werden. Zudem soll die Menge an Restabfall um 20 Prozent gesenkt werden.

Weniger Müll trotz größer werdender Stadt

Der größte Teil dieser Maßnahmen befindet sich zumindest schon in der Umsetzung, schrieb der amtierende Berliner Senat zuletzt in einer Pressemitteilung. Vor allem das Aufkommen an Haus- und Geschäftsmüll hat sich von 2024 auf 2025 um zwei Prozent verringert – obwohl die Stadt um 17.000 Menschen angewachsen ist.

Laut der Entsorgungsbilanz der BSR produzierten Berlinerinnen und Berliner im vergangenen Jahr 775.613 Tonnen Haus- und Geschäftsmüll. Im Vergleich zu 2020 hat sich die Menge eigenen Berechnungen zufolge um 4,5 Prozent verringert. Ute Bonde (CDU), Senatorin für Verkehr, Klima und Umwelt, sagt: „Beim Haus- und Geschäftsmüll erreichen wir die Werte, die wir uns vorgenommen haben.“ Berlin sei demnach „auf Kurs“.

Die Recyclingbilanz fällt gemischter aus. Die stoffliche Verwertung ist laut der aktuellsten Daten gesunken. 2022 lag die Rate bei 53 Prozent, im Jahr 2023 nur noch bei 47 Prozent. Damit befindet sie sich sogar knapp unter dem Niveau von 2020 (48 Prozent).

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