piwik no script img

Wer zuletzt lacht ...

■ betr.: „Trio Infernale gegen Kohl“, taz vom 30. 8. 94

Daß die CDU alleine intrigant gegen die anderen Parteien vorgehen kann, spricht besonders gegen sie. Hoffentlich fällt das auch noch anderen Wählern auf. Es ist meines Erachtens besonders unchristlich, ohne sachliche Argumente nur mieszumachen, was man in acht Jahren nicht besser gemacht hat, wie damals der SPD hetzend unterstellt wurde! Der FDP traue ich nicht mehr über den Weg! Sie war ehemals meine Partei.

Zum anderen vermisse ich die adäquate Reaktion der SPD auf diese Unterstellungen, ganz einfach sachlich widerlegend, was unterstellt werden will. Immer wieder darauf hinweisend, daß es Gemeindeparlamente gibt, die von einer CDU mit der PDS zusammen geführt werden. Wenn auch der Wahlkampf von seiten der SPD klar fairer ist, so vermisse ich einen ernstzunehmenden Stil, was natürlich wieder gegen sie ausgekostet werden kann. Nur wer zuletzt lacht, lacht am besten. Weiß das die SPD nicht?

Wenn auch der Schachzug gut ist, indem das Schattenkabinett wirklich vertrauenerweckend wirkt (bis auf Lafontaine wegen der Rotlichtszene): Mich stört dieser Mann jetzt, der zwar sehr klug ist. Man sollte solche Leute nicht mit Macht ausstatten, sie sind eher gefährlich, weil Arroganz in dieser gezeigten Überheblichkeit eigentlich dumm ist. Macht sollte man ihnen nicht zugestehen. Elfriede König, Hammersbach

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen