: Weniger Nato auf dem Balkan
BRÜSSEL ap ■ Die Nato verkleinert ihre Friedenstruppen auf dem Balkan um fast 12.000 Soldaten. Damit trage das Bündnis der verbesserten Sicherheitslage in der Region Rechnung, hieß es gestern in einer in Brüssel veröffentlichten Erklärung. Bis Mitte 2003 soll die SFOR in Bosnien von derzeit 19.000 auf 12.000 Mann verringert werden. Im gleichen Zeitraum werden von den 38.000 im Kosovo stationierten KFOR-Soldaten 4.800 abgezogen. Nato-Generalsekretär George Robertson fügte hinzu, die Truppen würden stark genug bleiben, für Sicherheit in der Region zu sorgen. Die Veränderung werde der Nato ermöglichen, besser auf regionale Fragen wie Flüchtlingsströme und Grenzsicherheit einzugehen. Außerdem ermögliche sie eine bessere Integration von SFOR und KFOR. Der Ministerpräsident des Kosovo, Bajram Rexhepi, begrüßte die Entscheidung der Nato.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen