piwik no script img

Weil die taz Gemeinschaft schafft!

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Foto: Elias Keilhauer

darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Ferenc Földesi. Ab Februar übernehme ich die Leitung der taz Genossenschaft. Ich bin Sozialforscher und Politologe und habe zuletzt als organisatorischer Bundesgeschäftsführer in der Bundesgeschäftsstelle von Bündnis 90/Die Grünen gearbeitet. Nach der vorgezogenen Bundestagswahl Anfang 2025 habe ich nach einem neuen Wirkungsfeld gesucht. Und ich habe es in der taz gefunden.

Warum die taz?

Die taz ist für mich mehr als ein Medienhaus. Sie ist ein politisches Projekt, das seit ihrer Gründung für kritischen Journalismus, echte Solidarität und demokratische Mitbestimmung steht. Wir leben in einer Welt, in der der gesellschaftliche Konsens zunehmend bröckelt, in der autoritäre und antidemokratische Stimmen lauter werden, in der sich die hässliche Fratze des Faschismus wieder unverhohlen zeigt, in der die Klimakrise weiter voranschreitet. Es sind Zeiten zunehmender Unsicherheit, Desinformation und gesellschaftlicher Polarisierung. In dieser Welt und in diesen Zeiten ist die taz wichtiger denn je.

Weil die taz Gemeinschaft schafft! Weil sie schafft, woran andere scheitern: Sie bringt Menschen zusammen.

Die taz bringt Menschen mit klarer Haltung zusammen – Zei­tungs­ma­che­r*in­nen genauso wie Le­se­r*in­nen – die an einen kritischen Journalismus glauben. Einen Journalismus, der eine Gegenöffentlichkeit zu einem Diskurs garantiert, der immer weiter nach rechts driftet. Einen Journalismus, der Ungehörtes laut macht. Und einen Journalismus, der anschreibt gegen ein stummes Hinnehmen und Erstarren vor dem, was in unserer Welt passiert.

Die taz bringt Menschen zusammen, denen unabhängiger Journalismus etwas wert ist. Menschen, die als Genoss*innen, Abon­nen­t*in­nen und mit freiwilligen Zahlungen dafür sorgen, dass die taz ihre Arbeit finanzieren kann – konzernfrei und unabhängig von externen Einflüssen – und Informationen für alle zugänglich bleiben. Die taz gehört ihren Leser*innen.

Die taz bringt Menschen zusammen, die verstehen: Auch Demokratie gibt es nicht umsonst. Mit ihrer Unterstützung für die taz Panter Stiftung fördern sie junge Journalist*innen, insbesondere aus Ländern mit eingeschränkter Pressefreiheit. Sie ermöglichen Vernetzungsräume für zivilgesellschaftliche Akteur*innen. Und stärken so die Demokratie außerhalb der Parlamente.

Und die taz bringt seit jeher Menschen zusammen, die den Mut haben, etwas auszuprobieren. Die daran glauben, dass Dinge auch anders laufen können. Und die bereit sind, ihren Beitrag dazu zu leisten. Das zeigt die Geschichte der taz. Immer wieder. Ob mit der wirtschaftlichen Rettung der taz durch den Verkauf an ihre Le­se­r*in­nen und der Gründung der taz Genossenschaft 1992. Oder jüngst mit der Seitenwende im Oktober 2025, seitdem die taz als erste überregionale Tageszeitung werktags ausschließlich digital erscheint und damit als Vorreiterin in der deutschen Medienlandschaft einen mutigen Schritt in die Zukunft gegangen ist. Immer wieder zeigt sich: Die taz ist besonders. Und sie wird von Le­se­r*in­nen getragen, die nicht nur nach-, sondern auch immer wieder vordenken.

Verantwortung als Auftrag

Die Leitung der Genossenschaft zu übernehmen, begreife ich deshalb als Verantwortung und als Auftrag, diese besonderen Strukturen weiter zu stärken und zusammen mit meinem Team und den Ge­nos­s*in­nen zukunftsfähig zu gestalten.

Mir ist besonders daran gelegen, das Generationsprojekt der taz Genossenschaft fortzusetzen, das meine Vorgängerin Lana Wittig dankenswerterweise mit großem Engagement vorangebracht hat. Denn mit der taz kann es nur weitergehen, wenn wir die taz zusammen weitergeben. Für den langfristigen Erfolg der taz brauchen wir nicht nur finanzielle Stabilität. Wir brauchen eine lebendige Gemeinschaft.

Mit dem Generationenprojekt schließen wir einen Generationenvertrag. Er hält langjährige Unterstützende und gewinnt gleichzeitig junge Menschen für die genossenschaftliche Idee. Je­de*r kann einen Betrag in Höhe eines oder mehrerer Anteile in den Generationenfonds einzahlen. Daraus werden Anteile für Menschen unter 25 Jahren finanziert, die sich einen Anteil (noch) nicht leisten können. Die An­teils­emp­fän­ge­r*in­nen dürfen die Mitgliedschaft bis zu ihrem Ausscheiden aus der Genossenschaft nutzen, danach verbleibt er beim taz Verlag.

Unser unabhängiger Journalismus

Die taz ist seit 1992 genossenschaftlich organisiert. Über 25.000 Mitglieder sichern inzwischen die wirtschaftliche und publizistische Unabhängigkeit der taz. Unser Ziel

Im Jahr 2026 wollen wir unser 26.000. Mitglied begrüßen. Jedes neue Mitglied leistet einen wichtigen Beitrag, um die Basis der taz stabil zu halten. Damit die Genossenschaft stark bleibt, muss sie weiter wachsen.

Sind Sie dabei?

Bereits ab 500 Euro (auch in 20 Raten zahlbar) können Sie Miteigentümer*in der taz werden.Sie sind neugierig und möchten mehr erfahren? Dann besuchen Sie uns unter: taz.de/genossenschaft

Das Großartige: Viele von Ihnen haben sich bereits dafür entschieden, das Generationenprojekt zu unterstützen. Und das Interesse junger Menschen ist riesig. Aktuell haben wir 700 Menschen auf der Warteliste. Lassen Sie uns zusammen daran arbeiten, den „Nachfragestau“ aufzulösen und den Fördermechanismus zu verstetigen. Natürlich ist es auch Teil meiner Aufgabe, die Genossenschaft weiter zu stabilisieren und weitere Mitglieder zu gewinnen.

Wichtig finde ich aber auch den Dialog zwischen langjährigen und jungen Genoss*innen. Diesen Austausch möchte ich fördern und neue Formate etablieren. Denn ich glaube, hiervon profitiert nicht nur die taz, sondern wir alle zusammen haben etwas davon.

Viele von Ihnen unterstützen die taz schon einen großen Teil Ihres Lebens. Wir freuen uns, dass viele sich auch Gedanken darüber machen, der taz etwas zu vermachen und daran rechtzeitig denken wollen. Dafür wollen wir ein rechtssicheres und klares Konzept entwickeln.

Neben all diesen Vorhaben freue ich mich aber vor allem, mit Ihnen als Le­se­r*in­nen Ge­­nos­s*in­nen in den Austausch zu kommen und ihre Ideen kennenzulernen, wie wir die taz zusammen weiter entwickeln können.

Ich freue mich, Teil dieser Gemeinschaft zu sein. Falls Sie noch kei­n*e Ge­nos­s*in sind: Vielleicht werden Sie auch Teil der Genossenschaft. Oder Sie möchten das Generationenprojekt unterstützen? Hier finden Sie weitere Informationen:

taz.de/genossenschaft

Solidarische Grüße

Ferenc Földesi Geschäftsleiter taz Genossenschaft

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen