Was fehlt …: … Lehrer*innen
Thüringen sucht bis zum Jahr 2030 mindestens 8.000 neue Lehrer*innen. Das geht aus der Prognose für die Entwicklung der Schülerzahlen hervor, die Bildungsminister Helmut Holter (Linke) am Dienstag in Erfurt vorlegte. Der größte Bedarf an Lehrer*innen besteht laut Bildungsministerium im Jahr 2022, wenn 970 Pädagogen gebraucht werden, um die freiwerdenden Stellen neu zu besetzen. Allerdings hätten diese Zahlen in der Vergangenheit immer nach oben korrigiert werden müssen, räumte Holter ein. So sei man für das laufende Kalenderjahr von 900 zu besetzenden Stellen ausgegangen.
Tatsächlich habe sich zu Beginn des Schuljahres ein Bedarf von 1.200 Lehrer*innen ergeben. Die Ursache dafür seien neben Lehrer*innen, die vorzeitig aus dem Schuldienst ausscheiden, auch Klassengrößen, die unter den statistischen Vorgaben lägen. Aktuell bedeute dies eine Zahl von 132 unbesetzten Lehrer*innenstellen im Land, sagte der Minister. Dennoch wolle man sich beim Einsatz von Quereinsteiger*innen weiter zurückhalten. Die Thüringer Quote liegt nach Angaben des Ministeriums mit knapp zehn Prozent 2019 deutlich unter der Einstellungspraxis der anderen Bundesländer. (epd)
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