Was fehlt …: … ein Pinguin, lebendig
Versuchen Sie nicht, es zu leugnen. Geben Sie es zu! Auch Sie haben schon darüber nachgedacht, wie es wäre, nachts in einen Zoo einzusteigen und eins der süßen Tierchen mitgehen zu lassen. Als Haustier, für ein paar Tage, nur zur Probe.
In Mannheim haben Unbekannte ihre Phantasie jetzt wahr werden lassen. Im Luisenpark fehlt nämlich ein Pinguin. Der Diebstahl war bei der Zählung der etwa 20 Pinguine am Samstag bemerkt worden. „Wer glaubt, er könne den Vogel als Haustier halten, ist jenseits von Gut und Böse“, sagte eine Sprecherin des Luisenparks am Montag.
Der etwa fünf Kilogramm schwere Humboldt-Pinguin habe ohne besondere Lebensbedingungen wie etwa spezielle Nahrung keine Überlebenschance. Der rund 50 bis 60 Zentimeter große Pinguin trägt eine Flügelmarke mit der Nummer 53 und einen implantierten Erkennungs-Chip.
„Die Untersuchung des Geländes hat ergeben, dass der Vogel nicht weggelaufen oder von einem Raubtier verschleppt worden sein kann“, sagte die Sprecherin. Die Polizei in Mannheim bestätigte Ermittlungen wegen des Diebstahls: „Wir hoffen, dass bei dem Täter die Einsicht siegt und er den Pinguin schnell zurückgibt“, sagte ein Sprecher.
Humboldt-Pinguine gehören zur Familie der Brillenpinguine – charakteristisch für sie ist neben der auffälligen „Gesichtsmaske“ ein schwarzes Federband unterhalb der Kehle. Süß also, aber nichts für zu Hause. Denken Sie gar nicht erst dran! (taz)
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen
meistkommentiert