Was fehlt …: … der Autobahnatlas
Immer den Autobahnatlas im Handschufach haben, ist auch in Zeiten von Navi nicht blöd – vor allem bei einer Tunnelphobie. Einen Autofahrer hätte der Blick in die Karte vielleicht vor dem Feststecken bewahren können.
Auf einer ihm unbekannten Strecke tauchte plötzlich ein Tunnel vor ihm auf und er hinderte ihn am Weiterfahren. Aus Angst vor der dunklen Röhre musste er bei Minden anhalten und die Polizei alarmieren. Seine Phobie hätte ihn fahrunfähig und somit zu einer Gefahr für den Straßenverkehr gemacht, erläuterte er den Beamten.
Da es auf der autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraße keine Wendemöglichkeit gibt und seine Ehefrau, in deren Begleitung er sich befand, keinen Führerschein besitzt, saßen die beiden fest. Schließlich nahmen die Beamten den verhinderten Fahrer in ihrem Streifenwagen mit durch den Weserauentunnel, während eine Polizistin sein Auto lenkte und so auch seine Frau auf die andere Seite brachte. Die Mindener Polizei bezeichnete diesen Einsatz als ihren ungewöhnlichsten des Jahres 2016. (dpa, taz)
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