: Waiblingen: Tat lange geplant
BERLIN taz ■ Der 16-jährige Geiselnehmer von Waiblingen hat die Tat offenbar schon länger geplant. Polizei und Staatsanwaltschaft teilten am Samstag mit, bei einer Wohnungsdurchsuchung seien verschiedene Bücher gefunden worden, die sich mit Geiselnahmen und Polizeieinsätzen beschäftigen. Der Täter hatte am Freitag vier Schüler im Alter von elf bis vierzehn Jahren sechs Stunden lang in seiner Gewalt gehabt. Gegen Marcel K. ist inzwischen Haftbefehl erlassen worden. Eine Haftrichterin erklärte, es bestehe Fluchtgefahr. Unklarheit herrscht weiter über das Motiv der Tat. Zunächst hatte es geheißen, der 16-Jährige habe aus Geltungssucht heraus gehandelt. Nach Auskunft seines ehemaligen Schulleiters habe er in zwei Welten gelebt: „in der Realität und seiner Traumwelt“. Dem Täter drohen bis zu zehn Jahren Jugendhaft.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen