: Waffen ruhen in Sri Lanka
Regierung Sri Lankas und die tamilischen Rebellen unterzeichnen Abkommen über Waffenstillstand
VAVUIYA/OSLO ap ■ Die Regierung Sri Lankas und die tamilischen Rebellen haben ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet, das den seit 18 Jahren andauernden Bürgerkrieg in Sri Lanka beenden soll. Das teilte gestern die norwegische Regierung mit, die zwei Jahre lang zwischen beiden Seiten vermittelt hat. Das Abkommen ist der erste formelle Waffenstillstand seit sieben Jahren; es soll bereits heute in Kraft treten. „Das Hauptziel ist es, eine friedliche Lösung für den ethnischen Konflikt auf Sri Lanka zu finden“, erklärte Norwegens Außenminister Jan Petersen in Oslo.
Das Abkommen wurde von Sri Lankas Ministerpräsident Wickremesinghe und Rebellenführer Prabhakaran in Vavuniya im Norden unterzeichnet und dem norwegischen Vermittler Jon Westborg übergeben. Skandinavische Beobachter sollen am Montag in Sri Lanka eintreffen, um die Einhaltung des Waffenstillstands zu überwachen.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen